Über mich

Tatsächlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die schon ganz früh in ihrem Leben wussten, was sie für den Rest ihres Lebens beruflich machen wollen. Dafür bin ich einfach zu vielseitig interessiert. So habe ich mich nach der Schule erst einmal für einen naheliegenden Berufsweg entschieden, einen der Sicherheit und Planbarkeit versprach: BWL-Studium und schließlich rechnungslegungsnahe Tätigkeiten in Wirtschaftsprüfung und Industrie. Als Unternehmertochter lag mir die Wirtschaftswelt schon immer nahe. Immer wieder habe ich mir im Laufe der Zeit jedoch die Frage nach dem Sinn meiner Arbeit gestellt und geriet schließlich in einen Boreout mit Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen. Ich lernte, dass ich für Routinetätigkeiten nur begrenzt geeignet bin, obwohl mich das Strukturierte und die Gewissenhaftigkeit des Rechnungswesens immer begeistert und fasziniert hat.


Nun hatte ich keine Idee, wie ich da rauskommen sollte, weil ich immer noch nicht wusste, was ich stattdessen machen wollte. Während meiner ersten Babypause hatte ich zum erstem Mal genug Zeit, um nachzudenken. Dabei habe ich festgestellt, dass der Wunsch Menschen zu verstehen seit frühester Jugend in mir schlummert, Psychologie hat mich immer interessiert. Für meinen zweiten Anlauf habe ich dann eine Richtung gewählt, die mir zudem mehr Freiheit und Abwechslung als ein 9to5-Job versprach: Die Wissenschaft. Weil es dummerweise keinen Psychologie-Studiengang an der Uni in meiner Nähe gab, habe ich wieder das am nächsten Liegende gewählt: Sozialwissenschaften. Ich habe sofort Feuer gefangen für soziologische und politische Theorie und für empirische Forschungsmethoden, hatte sofort einen Job als Hilfskraft und habe mich neben dem Studium in experimentelle Verhaltensforschung eingefuchst. Damit konnte ich mich endlich meinem Faible – dem menschlichen Verhalten – widmen. Schnell war klar, dass ich eine wissenschaftliche Karriere anstrebe. Ich bin halt auch ein Wenn-schon-denn-schon-Typ.


Eine weitere Babypause, einen Hausbau, ein paar Preise, meine ersten Publikationen und sieben Jahre später hatte ich dann als Jahrgangsbeste den Masterabschluss sowie einen mittelschweren Burnout in der Tasche – und mich unmittelbar in meine Promotion gestürzt. Während der Zeit haben mein damaliger Mann und ich erfolgreich an einer guten Beendigung unserer Ehe gearbeitet. Die Zeit war nicht leicht, aber dank guter Coaches und Therapeuten ein wahrer Selbsterfahrungsschatz. Ich lernte, was mir die ganze Zeit über gefehlt hatte: SELBSTFÜRSORGE ist ein MUSS, es ist die notwendige Voraussetzung, um langfristig seelisch und körperlich gesund zu bleiben und so zufrieden und leistungsfähig zu sein, wie ich es mir wünsche!


Unmittelbar nach der Promotion hatte ich die großartige Gelegenheit als Assistenz-Professorin in den Niederlanden durchzustarten und habe alle möglichen Maßnahmen in Sachen Zeitmanagement, Effizienzsteigerung, Priorisierung und Selbstfürsorge angewendet, um trotz der Vielzahl an Anforderungen und meiner hohen Selbstansprüche nicht wieder in einen Burnout zu geraten. Das hatte ich mir selbst versprochen. Schließlich habe ich mich trotz der Freude an meinem Thema, trotz der fantastischen akademischen Perspektive, gegen die Wissenschaft entschieden, denn eines wurde mir schließlich klar: Ich will nicht mehr von behäbigen Prozessen und riesigen Organisationen abhängig sein, sie bremsen einfach viel zu oft meine Freude an der Arbeit. Stattdessen gestalte ich meine ideale Arbeitsumgebung jetzt selbst. Zwei wesentliche Erkenntnisse haben mir bei dem Schritt geholfen: 1. Sicherheit und Planbarkeit vereinen zu können, mit Freiheit und Autonomie, ist eine Illusion. 2. Ich habe mein GENUG gefunden. Schneller-höher-weiter, Leistungsdenken und Wettbewerb haben für mich ihren Sinn verloren. 


Nach 25 Jahren habe ich mich jetzt dafür entschieden, das zu tun, wofür ich mich tief im Herzen begeistere und worüber ich gleichzeitig so viel auf meinem Weg durch die Betriebswirtschaft, die Verhaltensforschung und das Leben gelernt habe: Effizienz ganz neu zu definieren, nämlich ausgerichtet an den eigenen Bedürfnissen und mit der nötigen Tiefe, um langfristig Sinn zu stiften. 

Mit meiner UnternehmerBeratung für mehr du-selbst-sein im Business helfe ich nun anderen Selbständigen, ihren Businessalltag so zu gestalten, dass er ihnen (wieder) entspricht und wie sie sich vor der nächsten Runde im Hamsterrad bewahren können.

Jetzt lebe ich zufrieden, kraftvoll und selbstbestimmt.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und wenn du magst, auf deinem Weg in deine Hamsterrad-freie Zone zu begleiten.

Du willst mehr über meinen Weg in die Selbstständigkeit erfahren?

Hier geht´s zu einem kleinen Interview mit Hannah Noethig, die mich in ihrer Bäbääm-Academy beim Businessaufbau unterstützt.